Lebensbezogener Ansatz

Im Mittelpunkt des Lebensbezogenen Ansatz steht das Kind. Alles wird aus dem Blickwinkel des Kindes betrachtet und entschieden. Eine der grundlegenden Voraussetzungen ist dabei der partnerschaftliche Erziehungsstil. Hierbei hat das Leben als ein Zusammenleben von Kind und Erzieherinnen besondere Bedeutung. Das Kind wird als eine eigenständige, sich entwickelnde Persönlichkeit akzeptiert. Der
Lebensbezogene Ansatz geht davon aus, dass für die Bildung und Erziehung bei Kindern das Wissen, das praktische Tun sowie die emotionale Entwicklung eine gleichwertige Rolle spielen.

Das Leben und Lernen beim Lebensbezogenen Ansatz orientiert sich daran, was das Kind an aktuellen Bedürfnissen und Interessen hat, aber auch, was für sein zukünftiges Leben nötig ist. Das heißt nicht, dass die Kinder einfach in den Alltag hinein leben.

Die Erzieherinnen sorgen für eine vorbereitete Umgebung, in die sie die Kinder mit einbeziehen, die Kinder gestalten ihre Umgebung selbst mit. Die Erzieherinnen beziehen die didaktischen Spiele soweit in das Konzept mit ein, wie sie die lebensbezogenen Arbeiten ergänzen.

In erster Linie setzt der Lebensbezogene Ansatz auf erlebende Bildung in allen Lebensbereichen der Kinder.

Eine Definition nach Prof. Dr. Huppertz

 

Gruppenübergreifendes Arbeiten

Parallel zum Freispiel arbeiten wir mit gruppenübergreifenden Aktivitäten.
Kinder eines Jahrgangs aus allen vier Gruppen nehmen hierbei an einem Angebot oder einem Projekt teil. Die Aktivitäten sind je nach Alter der Kinder thematisch gewählt und passend gestaltet.

Die Kinder knüpfen Kontakte außerhalb ihrer Kindergartengruppe, sowohl zu Gleichaltrigen als auch zu verschiedenen Erzieherinnen. Dies fördert ihre Kontaktfähigkeit und fordert ihre sozialen Kompetenzen. Gleichzeitig lernen neue Kinder nach und nach alle Räumlichkeiten des Kindergartens kennen. Dies
bildet die Grundlage um sich im ganzen Kindergarten frei zu bewegen und alle Bereiche für sich zu nutzen.

Die Kinder wachsen in der Kindergruppe ihres Jahrgangs zusammen und kommen schließlich gemeinsam in die Schule.

 

Religiöse Erziehung

Wir, als katholischer Kindergarten, wollen die Kinder als Ebenbild Gottes ansehen.

Kinder suchen nach Orientierung und Sinnhaftigkeit in ihrem Leben, sie sind offen für religiöse Fragen und brauchen Raum für eine kindgemäße religiöse Entwicklung.

Die Kinder sollen bei uns Gemeinschaft und Solidarität erfahren und lernen freundlich miteinander umzugehen, bei Konflikten verbal nach Lösungen zu suchen, Spielsachen zu teilen, anderen zu helfen. Dies sind Verhaltensweisen, die christliche Werte widerspiegeln.

Die Kinder sollen erfahren und lernen, verantwortungsbewusst mit der Schöpfung umzugehen. Wir brauchen die Natur, sie gibt uns Nahrung, Orte zum Leben und Wohlfühlen, Orte zum Entdecken und Spielen. Das Aufmerksam machen auf Vorgänge in der Natur im Jahresverlauf und das Beobachten der Tiere und Pflanzen macht uns bewusst, wie wertvoll Gottes Schöpfung für uns ist.

Die Kinder sollen Feste und Feiern des Kirchenjahres erleben. Die Vorbereitung und das bewusste Erleben kirchlicher Feste kann auch Kindern Orientierung im Leben geben. Durch Geschichten aus der Bibel, Bilderbücher, Meditationen, Gespräche und Lieder, vermitteln wir religiöse Inhalte, wecken Interesse und erste Erfahrungen mit dem christlichen Glauben. Symbole wie die Jesuskerze, das Kreuz, religiöses Legematerial gebrauchen wir zur Unterstützung. Wir nehmen mit den Kindern an Gottesdiensten unserer Kirchengemeinde teil und gestalten sie mit. Der Kirchenraum ist während des
Kindergartenjahres immer wieder ein Ort, an dem wir mit den Kindern Impulse setzen.

Wir beten mit den Kindern, z.B. als Ritual vor dem Essen, um Gott zu danken, ihn um etwas zu bitten, mit ihm zu reden. Beten können wir in vielerlei Formen: gelernte Gebete, Gebetswürfel, freies Beten.

Multikulturelle Erziehung

In unserem Kindergarten sind auch Kinder aus Familien mit anderen Religionen. Wir begegnen Gemeinsamkeiten und Unterschieden unserer Religionen offen, wir erfahren von unterschieldichen Festen und Feiern und den vielen Möglichkeiten zu beten.

 

Pädagogische Ziele

  •  Das Finden der eigenen Position in Gesellschaft und Umwelt
  •  Toleranz und Offenheit für die Vielfalt in der Welt
  •  Die Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
  •  Die Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe
  •  Der Erwerb von Widerstandsfähigkeit
  •  Der Erwerb von Wissensneugier, Leistungsbereitschaft und lernmethodischer Kompetenz

Durch die verschiedenen Bildungsbereiche im Kindergarten, können diese Ziele erreicht
werden.

Wenn die Kinder ihren neuen Lebensabschnitt in der Schule antreten, möchten wir ihnen diese Kompetenzen ganz besonders mit auf den Weg geben.

 

Die Arbeit des Elternbeirates

Der Elternbeirat ist das gewählte Gremium aller Eltern des Kindergartens und hat den Auftrag alle Familien zu vertreten. Deshalb sucht und pflegt der Elternbeirat den Kontakt zu allen Eltern.

  • Der Elternbeirat hat die Aufgabe, die Erziehungsarbeit im Kindergarten zu unterstützen.
  • Er setzt sich dafür ein, das Verständnis der Eltern für die Bildungs- und Erziehungsziele des Kindergartens zu wecken.
  • Er nimmt Wünsche, Anregungen und Vorschläge der Eltern entgegen und unterbreitet Sie dem Träger oder der Leitung.
  • Er kann sich beim Träger für eine angemessene Besetzung mit Fachkräften sowie für die sachliche und räumliche Ausstattung einsetzen.
  • Er weckt das Verständnis der Öffentlichkeit für die Arbeit des Kindergartens.

Der Kindergarten, zumeist vertreten durch die Leitung, und der Elternbeirat, pflegen ebenfalls einen regelmäßigen Kontakt zum Austausch beiderseitiger Anliegen.
Der Elternbeirat wird in unterschiedlichen Angelegenheiten informiert und gehört, um ein Stimmungsbild der gesamten Elternschaft einzuholen.

Der Elternbeirat kann zur Förderung der Gemeinschaft der Elternschaft beitragen, indem er gemeinsame Aktivitäten anbietet.

Die Elternbeiräte im aktuellen Kindergartenjahr sind...

  • Jessica Bauer
  • Andrea Schadt
  • Stefanie Schork
  • Svetlana Klipfel
  • Fatma Gül Toykun
  • Simone Ringwald
  • Marina Rieger
  • Melanie Schmitt
  • Inessa Moor
  • Caren Unegbu

 

Unsere Kooperationspartner

  • Kath. Kirchengemeinde MOSE
  • Verrechnungsstelle Obrigheim
  • Fachschulen für Sozialpädagogik (Ausbildung von Erziehern/innen und Kinderpflegern/innen)
  • Friedrich-Heuss-Schule Haßmersheim (Kooperation Grundschule)
  • Gemeinde Haßmersheim
  • Freiwillige Feuerwehr Haßmersheim
  • Schulen der Sekundarstufe für diverse Praktika von Schülern
  • Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis
  • Förderstellen wie Kinderzentrum (Sonderpädagogische Beratungsstelle, Kinderärzte, Logopäden, etc.