Was du erwartest, von uns,

von jedem neuen Tag,

das können wir nur ahnen.

                        Wie du es erreichen willst,

                        mit Trotz, mit Weinen,

                       mit Schmeicheln, mit Ausprobieren,

                       mit Mut, mit Geschick,

werden wir erfahren,

an jedem neuen Tag!

 

Tageseinrichtungen für Kinder haben einen eigenständigen Bildungsauftrag, sie sind Teil des Bildungssystem.

Was ist Bildung?

"Bildung" meint die lebenslangen und selbsttätigen Prozesse zur Weltaneignung von Geburt an. Bildung ist mehr als angehäuftes Wissen, über das ein Kind verfügen muss. Kinder erschaffen sich ihr Wissen über die Welt und sich selbst durch ihre eigenen Handlungen. Kindliche Bildungsprozesse setzen verlässliche Beziehungen und Bindungen zu Erwachsenen voraus. Bildung ist ein Geschehen sozialer Interaktion.

Was ist Erziehung?

"Erziehung" meint die Unterstützung und Begleitung, Anregung und Herausforderung der Bildungsprozesse, z.B. durch Eltern und pädagogische Fachkräfte. Sie geschieht auf indirekte Weise durch das Vorbild der Erwachsenen und durch die Gestaltung von sozialen Beziehungen, Situationen und Räumen. Auf direkte Weise geschieht sie beispielsweise durch Vormachen und Anhalten zum Üben, durch Wissensvermittlung sowie durch Vereinbarung und Kontrolle von Verhaltensregeln.

 

Die beiden Brückenpfeiler Bildung und Erziehung bestimmen im Kindergartenalltag das pädagogische Handeln der Fachkraft.

 

                                  

 

Die Einführung des Orientierungsplans im Jahre 2005 von Seitens des Ministerium für Kultur, Jugend und Sport Baden Württemberg gibt uns als pädagogische Fachkräften die Möglichkeit und Chance, sich mit Inhalten der pädagogischen Arbeit neu zu strukturieren und zum förderlichen Umgang mit dem Kind umzusetzen und weiter auszugestalten.

Zur Verbesserung der Qualität arbeiten wir seit September 2015 mit dem Rahmenhandbuch "Quintessenz". Dies wurde von der Erzdiözese Freiburg für alle Katholischen Kindergärten erarbeitet, um die Qualität unserer pädagogischen Arbeit zu unterstützen.

 quintessenz

Durch diese Impulse, das Umdenken unserer Arbeit und regelmäßige Reflektionen, haben wir  uns, in unserer Einrichtung, folgende Schwerpunkte gesetzt:

 

Beobachtung

Die Beobachtung jedes einzelne Kindes, hat in unserer Einrichtung einen hohen Stellenwert. Denn wenn wir Kinder unterstützen, fordern und fördern wollen, müssen wir wissen mit welchen Themen sie sich auseinander setzen.

Über die gezielten Beobachtungen orientieren wir uns an den Themen und Interessen des einzelnen Kindes oder einer Kindergruppe.

Im Team und mit den Kindern entwickeln und gestalten wir die Ziele und Handlungsschritte.

Um dies Effektiv umzusetzen, arbeiten wir mit dem Hilfsmittel "Entwicklungsbeobachtung und -dokumentation nach Petermann, Petermann, Koglin"

 

Partizipation

Wenn Kinder an der Gestaltung ihrer Lebensumwelt aktiv beteiligt sind, erleben sie sich als selbstwirksam. Sie lernen, sich mit Neuem und Ungewohntem zu beschäftigen, auseinanderzusetzen und damit zurechtzukommen. Sie erleben, dass sie Einfluss auf ihr Lebensumfeld haben, dass sie nicht nur ausgeliefert sind, sondern dass Abläufe, Geschehnisse auch durch sie mitgesteuert und mitgestaltet werden können. Sie erleben, dass Entscheidungen Konsequenzen haben. Dadurch erhalten sie Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und stärken ihr Selbstwertgefühl.

Partizipation ist wichtig, braucht allerdings einen sinnvollen Rahmen.

Wir bieten den Kindern verbindliche Strukturen und Regeln, indem sie entsprechend ihrem Entwicklungsstand an Entscheidungen beteiligt werden.

Bei Kinderkonferenzen können alle Kinder ihre Meinung äußern und dadurch Einfluß auf den Kita - Alltag nehmen.

Verbindliche Geprächsregeln werden mit den Kindern festgelegt und bei Entscheidungen demokratisch "abgestimmt".

 

Portfolio

Das Portfolio der frühen Tage wurde angefertigt, um es einem potenziellen Auftraggeber vorzulegen. Ein Katalog der "besten Werke" also, der möglichst viel über den Besitzer und seine persönliche Handschrift verraten soll.

Ganz ähnlich ist es bei unserem Portfolio, welches im Laufe der Kindergartenjahre entsteht: Auch hier sammeln sich Beweise für erworbene Kompetenzen. Das Kind soll daran selbst erkennen, was es kann, was es gelernt hat und wie es Dinge lernt. Es soll so seinen eigenen Weg, seine Stärken und individuellen Besonderheiten wertschätzen lernen.

Ein Portfolio soll beim Kind Stolz und Zuversicht wachsen lassen. Stolz und Zuversicht als Begleiter auf der Reise ins Großwerden.

 

Erziehungspartnerschaft

Zu unserer pädagogischen Arbeit gehört die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern zum Wohle des Kindes.

Unter einer Erziehungspartnerschaft verstehen wir einen intensiven Dialog auf Augenhöhe, der von gegenseitiger Wertschätzung und Respekt geprägt ist.  Hierbei steht das Kind mit seiner Persönlichkeit und Entwicklung im Mittelpunkt.

Anmeldegespräche, Schnuppertermine und Eingewöhnungszeit sind die ersten Schritte zu einer guten Kooperation.

Ein regelmäßiger Austausch in Form von Tür- und Angelgesprächen, vereinbarten Elterngespräche sind ein bedeutender Baustein für die Begleitung, Unterstützung und Förderung des Kindes.

 

Religiöse Erziehung

Die Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder in unserer Einrichtung orientiert sich am christlichen Menschenbild. Dies bedeutet für uns, Kindern und deren Familien hilfen zu geben, zu einem geglückten und zufriedenen Leben zu finden, wobei die Kinder erfahren sollen, dass auch Krisen und Leiden zum Leben gehören.

Christlichen Glauben leben heißt für uns, im alltäglichen Miteinander Kinder zur Achtung der Schöpfung Gottes, vor sich selbst, der Natur und andern Menschen zu führen und Werte wie Vertrauen, Verantwortung und Solidarität zu vermitteln sowie auf die unterschiedlichen Lebenslagen der Familien zu reagieren.

Feste im Kirchenjahr feiern und Gottesdienste mitgestalten sind für uns ebenso wichtige Elemente der religiösen Erziehung, die das Kind emotional ansprechen und chritlichen Glauben erlebbar machen.

 

Naturpädagogische Tage

Warum Naturtage im Kindergarten?

In der Natur und vor allem im Wald können Kinder nach Herzenslust laufen, klettern, spielen, balancieren, toben und aus Waldmaterialien Schnönes gestalten.

Mit Neugier und Offenheit sammeln Kinder im Wald eine Fülle sinnlicher Erfahrungen: Sie ertasten mit den Händen die raue Baumrinde, sie lauschen den Vogelstimmen im Wald und hören das Rascheln des Windes im Geäst.

Bei ihrer Schatzsuche entdecken sie mitten im grünen Wald eine leuchtend rote Hagebutte. Beim Laufen spüren sie den weichen Waldboden unter den Füßen und schnuppern den modrig - feuchten Geruch der Walderde.

Gehen wir mit Kindern in den Wald, wandeln wir mit ihnen auf verwunschenen Waldwegen und lauschigen Plätzen unterm Blätterdach. Lassen wir uns verzaubern von mächtigen Baumriesen, einmaligen Fundstücken und geheimnisvollen Spuren der Waldbewohner.

Unsere pädagogischen Ziele:

- Die Natur mit allen Sinnen erleben, begreifen und erfahren.

- Den Lebensraum von (heimischen) Pflanzen und Tieren kennenlernen.

- Förderung und Unterstützung der Grob- und Feinmotorik, Körpererfahrungen sammeln.

- Natur ist Nahrung für Fantasie: Kinder lernen mit Unfertigem zu hantieren.

Naturtage sind wichtig, weil Kinder mit Kopf, Herz und Verstand lernen.

Aus diesem Grund begeben wir uns jede Woche einen Tag in die Natur. Zu jeder Jahreszeit und bei fast jedem Wetter. Die Kinder sind an diesen Tagen wettergerecht Angezogen!