„Jeder ist ein wenig wie alle, Jeder ist ein bisschen wie manche. Und ein Stück einmalig, wie niemand sonst.“(Verfasser unbekannt)

 

UNSERE PHILOSOPHIE

Jedes Kind ist für uns ein einmaliger und wertvoller Mensch, den wir in seiner Individualität akzeptieren und annehmen. Es darf in seiner Würde und seinem Vertrauen weder direkt noch indirekt verletzt werden.

Die Kinder brauchen Erfahrungen in der Gemeinschaft, um sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden, d.h. selbständig zu werden, sich eingliedern, aber auch behaupten zu können. Hierfür ist der Kindergarten ein wichtiger Lernort.

Im Zusammenleben mit anderen erfahren die Kinder, dass die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen geschätzt werden.

Wir beteiligen die Kinder aktiv an der Gestaltung des Alltags, bei der Themenauswahl der Projekte, beim Entwickeln von Regeln und Ritualen für das Miteinander. Sie lernen dabei ihre Interessen und Wünsche zu erkennen und zu äußern. Bei der Umsetzung können sie an Grenzen stoßen, müssen manchmal Kompromisse schließen und aus Rücksicht auf den Anderen ihre Wünsche zurückstellen. Weitere wichtige Themen ergeben sich aus unseren Beobachtungen.

Uns ist es wichtig, dass Kinder lernen kritisch zu hinterfragen, Entscheidungen zu treffen und eigenverantwortlich zu handeln. Sie lernen eigene Wünsche, Befindlichkeiten und Bedürfnisse zu erkennen und umzusetzen und die der Anderen zu respektieren. Die Kinder haben bei uns in Kinderkonferenzen, Gesprächsrunden, Konfliktsituationen, Rollenspielen die Möglichkeit eigene Erfahrungen zu sammeln. Richtig und wichtig ist es, immer wieder Situationen aufzugreifen und miteinander zu besprechen.

Wir vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten der Kinder Konflikte untereinander selbständig zu lösen, unterstützen und ermutigen sie, helfen und vermitteln bei Bedarf.

 

 BILDUNG

„Wenn es so etwas gibt, wie allgemeine Bildung, dann steht sie nicht am Anfang des Lebens, sondern an seinem Ende“ (Verfasser unbekannt)

Die Triebfeder zum Lernen ist die Neugier und neugierig sind die Kinder ganz gewaltig. Dies ist bei uns im Kindergarten erwünscht und wird unterstützt.

Spielen und Lernen sind für Kinder ein und das Selbe. Lernen bedeutet selbst aktiv zu werden, im eigenen Tempo zu experimentieren, zu konstruieren und Zusammenhänge zu verstehen.

Wir greifen möglichst viele Fragen der Kinder auf. Zusammen mit ihnen machen wir uns auf die Suche nach Antworten, denn wo Kinder sich in ihren Interessen ernst genommen fühlen entwickeln sie Freude am Lernen und Entdecken.

Kleingruppen werden gebildet um Themen intensiv zu erarbeiten, auf Fragen einzugehen und Erlebnisse und Erfahrungen auszutauschen.

Wir bieten Materialien zum Forschen und Experimentieren, eine Vielfalt an leichtzugänglichen Materialien, Möglichkeiten die Natur zu erleben und einen großen Außenbereich.

Wir setzen an den Stärken der Kinder an, unterstützen sie dabei Selbstbewusstsein zu entwickeln, um so eigene Talente und Fähigkeiten zu erkennen, zu erweitern und neue zu gewinnen.

Sich angenommen fühlen mit den Stärken und Schwächen, genügend Freiräume Neues zu erproben sind die wichtigsten Grundlagen damit Bildung entstehen kann.

„Sage es mir, und ich werde vergessen. Zeige es mir, und ich erinnere mich – Lass es mich tun, und ich werde es können.“ Konfuzius

RELIGIÖSE ERZIEHUNG

Unsere religiöse Erziehung unterstützt die Erfahrung der Kinder, dass sie geliebt und verstanden, angenommen und getragen werden.

Wir vermitteln den Kindern: Wir gehören zusammen, egal wo wir herkommen, welche Sprache wir sprechen, oder welche Fähigkeiten wir mitbringen. Du bist wertvoll und wichtig. Es ist gut dass du bist wie du bist.

Wir möchten in den Kindern Freude und Interesse am Glauben wecken und ein Fundament legen auf das sie später aufbauen können.

Aufmerksam machen und sensibel werden für die Schöpfung, Verantwortung übernehmen für unsere Umwelt und für den Mitmenschen sind wichtige Grundlagen für das Leben, denn nur was wir erkennen, können wir auch wertschätzen, lieben und schützen.

Im Feiern kirchlicher Feste und religiöser Geschichten erleben die Kinder Jesus und Gott als ihren Freund und Wegbegleiter. Teilen, Warten, Licht, Freundschaft, Fragen wie: Wo komme ich her, wohin gehe ich, wozu bin ich da, sind zentrale Themen in der Arbeit mit den Kindern.

  

ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns unverzichtbar, denn die Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Die Bemühungen und Sorgen der Eltern werden von uns geachtet und respektiert.

Wichtig sind für uns deshalb die Beratung und Unterstützung der Eltern in Erziehungs- und Entwicklungsfragen ihrer Kinder. Dazu bieten wir allen Eltern regelmäßige Entwicklungsgespräche an. Durch diese Gespräche kommt es zu einem gegenseitigen Austausch über das Kind, um so eine bestmögliche Förderung zu erreichen. Grundlage hierfür bilden die Beobachtungen des einzelnen Kindes. Gerne gehen wir auch auf die Gesprächswünsche der Eltern ein.

Für uns ist auch die Kommunikation im Alltag sehr wichtig. Hierfür bieten die Bring- und Abholzeit einen kurzen Rahmen.

In unserem Kindergarten haben die Eltern die Möglichkeit an einem Vormittag zu hospitieren und bekommen so einen Einblick und ein besseres Verständnis für unsere pädagogische Arbeit.

Mehrmals im Jahr laden wir die Eltern zu Elternabenden ein. Zum Kindergartenbeginn gibt es viele Fragen, die wir in einem ersten Elternabend versuchen gemeinsam zu beantworten. Weitere Elternabende beschäftigen sich mit pädagogischen Themen, die wir selbst oder mit Referenten gestalten.

Gegenseitige Informationen und der regelmäßige Austausch verhelfen den Eltern und Erziehern zu einem umfassenden Bild des Kindes und zu einem besseren gegenseitigen Verstehen.

Unser Ziel ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern, zum Wohle des Kindes.

  

FUNKTIONSRÄUME

Neben den drei Gruppenräumen findet die Arbeit mit den Kindern zusätzlich in den Funktionsräumen statt. Das Experimentierzimmer/Lernwerkstatt, das Atelier und der Turnraum stehen den Gruppen jeweils für eine Woche zur Verfügung. Zusätzlich gibt es noch eine kleine Bibliothek, die für alle drei Gruppen zur Verfügung steht. Damit die Kinder erkennen können, welchen Raum sie in der Woche nutzen können, hängt an den Gruppentüren das entsprechende Symbol.

Regelmäßig, finden gruppenübergreifende Projekte statt. Zur Zeit gehen wir am 2ten Donnerstag im Monat in den Wald. Aus jeder Gruppe gehen eine Erzieherin und acht Kinder mit.

Der Wochenplan wird von den Projekten bestimmt und verändert sich immer wieder

TAGESPLAN

Wir beginnen den Tag gemeinsam mit dem Morgenkreis. Nach der Begrüßung schauen wir, wer in unserer Gruppe fehlt, finden heraus welchen Wochentag und Monat und welche Jahreszeit wir haben. Die Kinder erzählen was sie bewegt, was sie an diesem Tag gerne machen möchten oder äußern sich zu einem bestimmten Thema. Wir überlegen gemeinsam, welchen Funktionsraum wir nutzen können, besprechen was dort gemacht wird und wer in der Kleingruppe von ca. 6-10 Kindern teilnehmen möchte. Je nach Funktionsraum wird geturnt, kreativ gearbeitet oder ein gezieltes Angebote durchgeführt. Die Kinder wählen an welchem Tag sie mitmachen möchten.

Während des Vormittages können die Kinder ihr Spiel, Spielort und ihren Spielpartner frei wählen und überlegen wann sie essen möchten. Meist wird in der kleinen Gruppe gegessen, so dass keiner allein am Tisch sitzt.

Der Vormittag wird mit einem Stuhlkreis abgeschlossen. Hier wird gesungen und gespielt. So oft als möglich gehen wir mit den Kindern auf den Spielplatz.

Wir hoffen, Sie konnten sich einen ersten Eindruck von unserer Einrichtung machen.

Bei Fragen sind wir gerne für Sie da.

 

Integrative Gruppe

 

Kinder mit körperlichen oder geistigen Defiziten werden durch zusätzliches Personal - pädagogische Fachkräfte oder Heilpädagogen - im Kindergarten betreut und gefördert. Sie unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung und Integration und ermöglichen ihnen den Besuch eines Kindergartens.

 

Quintessenz

 

Quintessenz

Quintessenz ist ein System zur Weiterentwicklung der Arbeit in den Katholischen Tageseinrichtungen für Kinder in der Erzdiözese Freiburg. Das Leitbild ist der Grundbestandteil  (Fundament) von Quintessenz.

Das System Quintessenz besteht aus:

Rahmenhandbuch,  enthält Grundlagen von Quintessenz. Und wichtige Informationen für das Arbeiten mit Quintessenz , sowie Formuliervorlagen.

Handbuch, enthält Werkzeug, wie Listen, Pläne und Formulare die in Zusammenarbeit von Pädagogischem Team und Trägervertreter bearbeitet werden.

Erarbeitet wird der einrichtungsspezifische Qualitätsstandard, der sogenannte  IST-STAND, und in welchen Bereichen Handlungsbedarfe bestehen. Diese werden in Maßnahmenpläne notiert und dabei terminiert, damit sie zeitnah behoben werden können.

Die Bereiche sind  in 8 gleichgroßen Säulen gegliedert:

  1. Träger
  2. Leiterin
  3. Personal
  4. Glaube
  5. Kinder
  6. Eltern
  7. Räume
  8. Betriebssicherheit 

 

SCHWERPUNKTE IN UNSERER ARBEIT MIT KINDERN UND ERWACHSENEN            

Schwerpunkt unserer Arbeit mit den Kindern ist seit Mai 2013 das Projekt „faustlos“, entwickelt vom Heidelberger Präventionszentrum. Verantwortlich dafür zeichnete sich Prof. Dr. Manfred Cierpka mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeitern Dr. Andreas Schick, der auch die Fortbildung zu diesem Projekt, in unserem Kindergarten durchgeführt hat.

Bei „faustlos“ lernen Kinder spielerisch soziales Verhalten, Einfühlsamkeit und Verständnis für die Gefühle anderer. Sie lernen ihre eigenen Impulse zu kontrollieren, sowie Wut und Ärger gewaltfrei auszuleben.

Das Projekt „faustlos“ stärkt die Kinder in ihrer Persönlichkeit und fördert ihre sozial- emotionalen Kompetenzen, insbesondere die, die die Gewaltbereitschaft eindämmen. Das sind Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit heftigen Gefühlen, wie Ärger und Wut. Durch die Förderung dieser Kompetenzen fühlen sich Kinder selbstsicherer und sind für heftige Konfliktsituationen gerüstet, ohne dass sie zu Mitteln der Gewalt greifen müssen. „faustlos“ versucht Kinder für Konflikte stark zu machen, ohne dass sie die „Faust“ gebrauchen müssen.